Schleudertrauma oder 125 EUR pro Tag

Das Oberlandesgericht Saarbrücken (Urteil vom 16.12.2003 – 3 U 144/03) fasste die Voraussetzungen eines Schmerzensgeldanspruchs einer Geschädigten zusammen und urteilte ein Schmerzensgeld in Höhe von 125 EUR pro Tag aus:

Die Geschädigte behauptete, ein HWS-Schleudertrauma erlitten zu haben und vom 17.04.2000 bis 20.04.2000 arbeitsunfähig gewesen zu sein. Durch ein Schreiben des Hausarztes vom 28.06.2000 war bewiesen, dass die Klägerin nach dem streitgegenständlichen Verkehrsunfall Schmerzen im Rücken- und Schultergürtelbereich hatte. Der Hausarzt hatte anlässlich der Untersuchung der Klägerin eine Druckschmerzhaftigkeit im Bereich des Nackens und der Halswirbelsäule festgestellt, weswegen er die Klägerin für 4 Tage, vom 17.04.2000 bis 20.04.2000, krankgeschrieben hatte. Obwohl es an einer näheren Schilderung der Beschwerden sowie des weiteren Behandlungs- bzw. Heilungsverlaufes mangelte, erschien dem Senat ein Schmerzensgeld von 500 EUR angemessen und ausreichend.

Hier ist besonders, dass es der Klägerin gelang, mit einem hausärztlichen Attest, das auf ihren eigenen, subjektiven Angaben beruhte, einen Schmerzensgeldanspruch zu begründen. Zudem legen die Entscheidungsgründe des Urteils nahe, dass weitere Ausführungen, z.B. zum Unwohlsein der Klägerin, zu einem (noch) höheren Schmerzensgeld geführt hätten.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich gerne an unseren Verkehrsrechtler, Herrn RA Volker Weingran.

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